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Dr. Christmas Jones ist eine Protagonistin im 19. “offiziellen“, von EON produzierten, Bond-Film Die Welt ist nicht genug (The World Is Not Enough) von Michael Apted.

Dargestellt wurde die attraktive Wissenschaftlerin mit dem “besinnlichen“ Vornamen und der frappierenden Ähnlichkeit mit der Videospielheldin Lara Croft von der US-amerikanischen Schauspielerin Denise Richards (*1971).

Charakterbiographie Bearbeiten

Die Kernphysikerin Christmas Jones begegnet James Bond erstmals in Kasachstan, als dieser unter dem Decknamen Dr. Arkov die unterirdischen Plutonium-Forschungen begutachtet und dabei auf den internationalen Terroristen Renard trifft, der sich, zusammen mit seinen Leuten, unter die Arbeiter gemischt hat.

Bei der nachfolgenden großen Schießerei kann Bond sich und Dr. Jones knapp, aber äußerst spektakulär in Sicherheit bringen.

Später entschärft sie mit Bond noch eine Bombe in Elektra King's Pipeline, verdreht dem russischen Gauner und ehemaligen KGB-Agenten Valentin Zukovsky in dessen Kaviarfabrik gehörig den Kopf und schafft es zusammen mit dem britischen MI6-Agenten, Elektras und Renards Plan zu verhindern, seine Atombombe aus seinem U-Boot heraus zu zünden.

Mit dem ironischen Einzeiler: “Und ich dachte, Weihnachten kommt nur einmal im Jahr“, sinken sie und Bond einander in die Arme, während sie in Istanbul ihr überstandenes Abenteuer feiern und Weihnachten und Silvester auf besonders sinnliche Weise zelebrieren.

KritikBearbeiten

Die Figur der Dr. Christmas Jones wurde überwiegend negativ aufgenommen und als unglaubwürdig kritisiert:

  • Das Variety Magazin nannte sie “die unglaubwürdigste Atomphysikerin der Filmgeschichte, neben der sogar die von Elisabeth Shue gespielte Elektrochemikerin aus ‘The Saint – Der Mann ohne Namen‘ von 1997 wirkt wie eine Nobelpreisträgerin.
    (“… the least plausible nuclear physicist in the history of movies, who makes even the electrochemist Elisabeth Shue played in 1997’s The Saint sound like a Nobel laureate.“)
  • Der Filmkritiker Nathan Rabin nannte Denise Richards darstellerische Leistung “so lächerlich schlecht, dass der Film zum Stillstand kommt, wann immer sie auf der Leinwand erscheint.
    (“… so laughably awful that the film comes to a dead stop whenever she's on screen.“)
  • 2008 wurde Dr. Christmas Jones vom Entertainment Weekly Magazin zu einem der “schlechtesten Bondgirls aller Zeiten“ gewählt.
  • Der Autor Ben Bussey bemerkte in einem Yahoo! Movies-Artikel: “EON habe mit diesem Charakter ganz klar niemals besondere Höhen angestrebt, da die Produktionsfirma ‘nachweislich‘ auch Geri Halliwell und Tiffani Thiessen für die Rolle vorsprechen ließ.
    (“… it's clear that Eon were never aiming especially high with this character since the company "reportedly" auditioned Geri Halliwell and Tiffani Thiessen for the role.“)

Denise Richards selbst verteidigte ihre Rolle und erklärte, sie mochte den Charakter der Dr. Christmas Jones, denn sie sei “intelligent, sportlich und habe Charaktertiefe im Gegensatz zu den Bondgirls vergangener Dekaden.
(“… she was brainy, athletic, and had depth of character, in contrast to Bond girls from previous decades.“)

Zudem merkte Richards an: “… viele Zuseher haben über das Erscheinungsbild der Figur gespottet […] aber hätte sie tatsächlich wie eine Wissenschaftlerin ausgesehen, wären die Bond-Fans enttäuscht gewesen.
(“… a lot of viewers made fun of the character's attire but […] if I did really look like a scientist, the Bond fans would have been disappointed.“)

Nachweise


Dieser Artikel wurde zuletzt am 25. März 2020 um 21:42 Uhr geändert.
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