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Franz Sanchez ist der Hauptantagonist im 16. “offiziellen“ Bond-Film Lizenz zum Töten (Licence To Kill) von John Glen aus dem Jahr 1989.

Der ebenso grausame und sadistische wie sagenhaft reiche kolumbianische Drogenbaron wurde eigens für das 007-Filmuniversum erschaffen und entstammt nicht der Feder von Bond-Schöpfer Ian Fleming.

Dargestellt wurde Sanchez vom US-amerikanischen Schauspieler und Sänger Robert Davi (*1953).

Geschichte Bearbeiten

Sanchez hat Staatsbeamte verschiedenster Länder, von den USA bis Chile, getötet, eingeschüchtert oder bestochen. Er müsste, falls er gefasst würde, in den USA 936 Jahre Gefängnisstrafe absitzen. Um sich gegen den wachsenden Druck der US-Behörde DEA (Drug Enforcement Agency) zu wehren, kauft Sanchez den Contras vier Stingerraketen ab. Er droht, ein amerikanisches Passagierflugzeug abzuschießen, sollte die DEA ihn nicht in Ruhe lassen.

Der Kleinstaat Isthmus, dessen Präsident Hector Lopez lebenslang Sanchez' Marionette ist, dient Sanchez als Hauptquartier. Mit seinem Drogennetz ist auch der von Sanchez geführte weltweit größte, allerdings illegale private Investmentfonds verstrickt. Weltweit verkauft er seine Drogen über verschlüsselte Botschaften des scheinheiligen Fernsehpredigers Professor Joe Butcher. In Sanchez' Kasino werden hohe Geldsummen gewaschen. Agenten der DEA. darunter Felix Leiter und der zufällig anwesende James Bond, verfolgen Sanchez in einem Helikopter, als dieser mit seinem Flugzeug in internationales Hoheitsgebiet fligen will und nehmen ihn gefangen. Sanchez besticht DEA-Agent Ed Killifer, ihm zur Flucht aus der Haft zur verhelfen, welche auch gelingt.

Danach rächt er sich an Felix Leiter, indem er dessen Frau Della Leiter töten lässt und Felix in ein Haifischebcken herabhängen lässt. Den verkrüppelten Felix lässt er als Warnung an alle, die ihm zu Nahe kommen wollen, am Leben. Danach kehrt er nach Isthmus zurfück, um sich um die Geschäfte und den Schmuggel mit seinem Kokain zu kümmern. Bald erfährt Sanchez, dass eine große Drogenlieferung von einem Unbekannten zerstört und das Geld dafür geraubt wurde. Er weiß nicht, dass es sich bei dem Unbekannten um James Bond handelt, der einen privaten Rachefeldzug gegen Sanchez führt. Mit dem Geld des Raubs kommt Bond nach Isthmus und bietet Sanchez seine Dienste an. Als Bond begreift, dass Loyalität Sanchez wichtiger ist als alles andere, beginnt er, Misstrauen zwischen Sanchez und seinen Schergen zu sähen.

Bond deckt Sanchez' Masterplan auf: Dieser will sich mit einem Drogenkatell aus Asien verbünden und große Mengen Kokain in Benzin auflösen, in Tanklastern transportieren, verschiffen und am Zielort wieder in Kokain zurückverwandeln. In einem letzten Gefecht zerstört Bond mithilfe von Pam Bouvier alle Tanklaster. Dann nimmt er das Feuerzeug, dass Della und Felix ihm geschenkt haben und zündet den mit Benzin getränkten Sanchez an, der sofort in Flammen aufgeht und bei lebendigem Leibe verbrennt.

Nachweise


Dieser Artikel wurde zuletzt am 09. August 2020 um 00:02 Uhr geändert.
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