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Tee-Hee Johnson ist ein Nebenantagonist in Leben und sterben lassen (Live and let Die), dem zweiten Bond-Roman von Ian Fleming aus dem Jahr 1954, sowie in der gleichnamigen Filmadaption von Guy Hamilton aus dem Jahr 1973.

Während er in der Buchvorlage nur einen kurzen Auftritt als einer von vielen Handlangern des Hauptantagonisten Mr. Big hat, wurde sein Part für die Verfilmung, die nur fragmentarisch auf Flemings Werk basiert, deutlich ausgebaut.
Dort ist er der persönliche Leibwächter, Attentäter und quasi die rechte Hand des, eigens für den Film erschaffenen, Hauptschurken Dr. Kananga.

Dargestellt wurde der sadistische Handlanger, der seinen Spitznamen seinem charakteristischen, schrillen Kichern verdankt, vom US-amerikanischen Schauspieler Julius W. Harris (*1923; †2004).

Charakterbiographie (Film) Bearbeiten

Tee-Hee Johnson, der vor Jahren seinen rechten Arm verlor als er mit einem Krokodil namens Albert spielen wollte und seither eine mechanische Prothese mit einem rasiermesserscharfen zangenartigen Aufsatz trägt, ist gleichermaßen Bodyguard und Vollstrecker des karibischen Diktators Dr. Kananga und unterstützt diesen nach Leibeskräften bei seinen illegalen Machenschaften in den Vereinigten Staaten unter dem Pseudonym des gefürchteten Gangsterbosses Mr. Big.

Als sich der britische MI6-Agent James Bond in Kanangas Angelegenheiten einzumischen beginnt und auch noch dessen Wahrsagerin Solitaire nahekommt, lässt der verschlagene Drogenbaron, der sich nach außen den Anschein des ehrbaren Inselstaat-Diplomaten gibt, ihn kurz darauf von seinen Leuten gefangen nehmen.
Bei dieser Gelegenheit demonstriert Tee-Hee die Stärke seiner Stahlklaue, indem er damit kurzerhand Bonds Walther PPK verbiegt als wäre sie ein Kinderspielzeug. Die Aussicht, bei jeder falschen Antwort, die im Zuge der Befragung gegeben wird, mit seiner Kneifzange den kleinen Finger und anschließend weitere “lebenswichtige Teile“ des Agenten abschneiden zu dürfen, erfüllt ihn mit geradezu euphorischer Vorfreude.

In den Sümpfen rund um New Orleans, wo Kanangas Haupt-Drogenlabor in den Kellerräumen einer weitläufigen Krokodilfarm untergebracht ist, soll Bond von Tee-Hee beseitigt werden. Er will den Doppel-Null-Agenten an seine schuppigen Lieblinge verfüttern und erzählt ihm zuvor mit geradezu kindlicher Begeisterung von der besonderen Gefräßigkeit der riesigen Reptilien und zeigt ihm unter anderen leuteselig ebenjenes Krokodil, an das er seinen Arm verlor.

Nachdem 007 entkommen konnte und auf San Monique Kanangas Masterplan zunichtegemacht hat, schmuggelt sich Tee Hee, in einem Postbeutel versteckt, an Bord desselben Zuges, in dem Bond und Solitaire reisen. Nachts schleicht er sich ins Schlafabteil der beiden und es kommt zum Kampf mit Bond, den er mit seinem mechanischen Arm zunächst stark in Bedrängnis bringt.

Der britische Agent bekommt jedoch einen Nagelzwicker zu fassen und kappt damit die Kontaktdrähte, mit denen Tee Hee seinen Arm steuert. Mit am Griff des Abteilfensters klemmendem Greifer, stößt Bond ihn bei voller Fahrt aus dem Fenster des Zuges in die Dunkelheit hinaus, wobei nur die aus dem Gelenk gerissene Prothese zurückbleibt.

Charakterbiographie (Roman) Bearbeiten

In der Romanvorlage ist Tee-Hee ein formvollendeter Sadist, der unvermittelt und bei jeder möglichen passenden und unpassenden Gelegenheit in spontanes, schrilles Kichern ausbricht.

Er ist zugegen, als Bond seinem Boss Mr. Big vorgeführt und von diesem befragt wird. Im Zuge dessen wird Tee-Hee von diesem angewiesen, den kleinen Finger an Bonds linker Hand zu brechen, was ihm einmal mehr sein schrilles Gelächter entlockt. Dem Befehl, mit der Folter aufzuhören und den malträtierten Finger loszulassen, kommt er hingegen nur äußerst wiederwillig nach.

Nachdem die “Audienz“ bei Mr. Big beendet ist, soll Tee-Hee den misshandelten Geheimagenten nach draußen zu einem bereits wartenden Auto bringen. Bond, der sich bis zu einer passenden Gelegenheit angeschlagener gegeben hat, als er eigentlich ist, riskiert einen Überraschungsangriff und kann dem völlig überrumpelten Schläger ein paar üble Tritte in den Unterleib zufügen.

Während des Gerangels stürzt Tee-Hee die Treppe hinab, begleitet von einem hässlichen Knackgeräusch, und bleibt reglos liegen, während Bond seine Flucht fortsetzt.

Erscheinungsbild Bearbeiten

Im Film ist Tee-Hee ein großer Mann in seinen späten Vierzigern mit kahlrasiertem Kopf und meist einer getönten Brille auf seinen dunklen Augen. Anstelle seines rechten Armes hat er eine mechanische Armprothese mit einem messerscharfen zangenartigen Aufsatz.

Gekleidet ist er meist in gut sitzende maßgeschneiderte Anzüge mit zweireihigen Jacketts und dazu teilweise auffällig gemusterte Krawatten.

Tee-Hee in der Buchvorlage ist ein durchtrainierter, etwas bulliger Schlägertyp, hat ansonsten jedoch keinerlei physische Auffälligkeiten oder Besonderheiten.
Während seiner Begegnung mit Bond trägt er ein schokoladenbraunes Hemd und dazu lavendelfarbene Karottenhosen.

Wissenswertes Bearbeiten

  • Der Tod des beinahe unzerstörbaren Mr. Hinx in Spectre, dem vierten Teil der Bond-Reboot-Reihe aus dem Jahr 2015, ist eine Hommage an das Ableben der Filminkarnation Tee-Hee Johnsons.
  • Tee-Hee’s mechanischer Arm mit dem gefährlichen zangenartigen Aufsatz weist in ihrem Design große Ähnlichkeit mit der Beschreibung der Armprothesen von Dr. Julius No im Roman James Bond jagt Dr. No von 1958 auf.

Nachweise


Dieser Artikel wurde zuletzt am 30. Juli 2020 um 07:29 Uhr geändert.
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