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Ursula Andress (* 19. März 1936 in Ostermundigen, Bern) ist eine Schweizer Schauspielerin und ehemaliges Model.

Als erstes “offizielles“ Bond-Girl Honey Ryder im ersten “offiziellen“ Bond-Film James Bond jagt Dr. No (Dr. No) von Terence Young aus dem Jahr 1962, basierend auf dem gleichnamigen sechsten Roman von Ian Fleming aus dem Jahr 1958, erlangte sie internationale Berühmtheit.
Die Szene, in der sie in ihrem weißen Bikini dem Meer entsteigt, ging als sogenannter “Magic-Moment“ in die Filmgeschichte ein und machte Andress zum Sexsymbol.

Kurzbiographie Bearbeiten

Ursula Andress wurde am 19. März 1936 als drittes von sechs Kindern der Landschaftsgärtnerin Anna und des deutschen Diplomaten Rolf Andress in Ostermundigen in der Schweiz geboren.
Nachdem ihr Vater aus politischen Gründen des Landes verwiesen worden war, wuchs sie zusammen mit ihrem Bruder und ihren vier Schwestern bei ihrem Großvater auf.

In Paris studierte sie Kunst und ging dann nach Rom, wo sie unter anderem als Modell für Maler und auch für Fotografen arbeitete. Nach einigen erfolgreichen Probeaufnahmen kam sie zum italienischen Film und feierte 1955 einen ersten Erfolg mit Casanova – seine Liebe und Abenteuer (Le avventure di Giacomo Casanova) an der Seite von Gabriele Ferzetti (*1925; †2015), der 1969 in Im Geheimdienst Ihrer Majestät (On Her Majesty’s Secret Service) von Peter R. Hunt die Rolle von James Bonds Verbündeten und Schwiegervater Marc Ange Draco spielte.

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Ursula Andress als Honey mit Sean Connery als Bond - Publicityfoto von 1962.

Im selben Jahr ging sie nach Hollywood und unterzeichnete einen Siebenjahresvertrag bei Paramount Pictures, der jedoch zu keinen Filmrollen führte, da ihr das Erlernen der englischen Sprache sehr schwerfiel, obgleich sie mehrere Sprachen, darunter Französisch, Deutsch und Italienisch beherrscht. Dennoch machte sie in diesen Tagen Schlagzeilen durch ihre Liaison mit Filmstar James Dean (*1931; †1955) kurz vor dessen Unfalltod.
1956, nachdem sie sich aus ihrem Vertrag freigekauft hatte, unterschrieb sie bei Columbia Pictures für die sie allerdings ebenfalls keine Filme drehte.

Erst 1962 kehrte sie auf die große Leinwand zurück und feierte ihren internationalen Durchbruch mit der Rolle der sinnlichen Muscheltaucherin Honey Ryder in James Bond jagt Dr. No (Dr. No) an der Seite von Sean Connery (*1930) und wurde 1964 für ihre Darstellung mit dem Golden Globe als beste Nachwuchsdarstellerin ausgezeichnet.
Ihre legendär gewordene Szene, in der sie, nur mit einem weißen Bikini bekleidet, aus dem Meer steigt, wurde zu einer häufig kopierten Einstellung, sogar innerhalb des 007-Filmkosmos: Halle Berrys erstes Erscheinen als Jinx Johnson in Lee Tamahoris Stirb an einem anderen Tag (Die Another Day) von 2002, ist eine deutliche Hommage an Ursula Andress’ ikonischen Auftritt.

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Ursula Andress als Honey - Publicityfoto von 1962.

Während der 1960er- und 1970er Jahre war Andress vor allem für Filmrollen bekannt, in denen sie nur leicht bekleidet bis regelrecht halbnackt zu sehen war, was ihr seitens der Regenbogenpresse den uncharmanten Spitznamen “Ursula Undress“ bescherte.
1965 wurden erstmals Aktfotos von ihr im Playboy veröffentlicht. Während der folgenden fünfzehn Jahre zierte sie weitere sechsmal das berühmte Herrenmagazin.

1967 kehrte sie nochmals indirekt ins James-Bond-Filmuniversum zurück als sie in der von Charles K. Feldman produzierten “inoffiziellen“ Bond-Parodie Casino Royale, neben großem Staraufgebot wie David Niven, Orson Welles, Woody Allen und Jacqueline Bisset, die Rolle der “reichsten Agentin der Welt“ Vesper Lynd verkörperte.

Einen ihrer letzten großen Auftritte hatte sie 1981 als Göttin Aphrodite in Kampf der Titanen (Clash of Titans). Danach widmete sie sich vor allem ihrem 1980 geborenen Sohn und trat vornehmlich im Fernsehen in populären Serien wie Love Boat oder Falcon Crest auf.

Ihren letzten Leinwandauftritt absolvierte sie 2005 in der Schweizer Komödie Die Vogelpredigt, danach zog sie sich in den Ruhestand zurück. Dennoch ist sie von Zeit zu Zeit als Gast in prominenten Talk-Shows zu sehen und engagiert sich bis heute für wohltätige Zwecke.

2006 und 2008 wurde sie vom Entertainment Weekly Magazin zum “Besten Bond-Girl aller Zeiten“ gewählt.

Sie lebt abwechselnd in der Schweiz, in Rom und in Los Angeles.

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Nachweise


Dieser Artikel wurde zuletzt am 25. Mai 2020 um 01:33 Uhr geändert.
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